Kreislaufwirtschaft

Bist Du Dir eigentlich bewusst, wie viel Müll Du produzierst? Hast Du Dich schon mal gefragt, wie viel Plastik Dein wöchentlicher Konsum so hinterlässt?

Und was passiert eigentlich mit dem ganzen Müll, nachdem wir ihn in die Mülltonne gestopft und die Müllabfuhr die Tonnen gelehrt hat?
Aus den Augen, aus dem Sinn?!?!

Bei BIOVEGAN verzichten wir auf Einmalplastik. Aufgebrauchte und kaputtgegangene Plastikprodukte werden durch nachhaltige Alternativen ersetzt. Bei manchen Dingen müssen wir uns fragen, warum wir das nie bewusst gesehen haben und nicht schon früher umgeswitcht haben. Aber andere Dinge, wie z. B. manche Lebensmittelverpackungen für die Produktentwicklung gibt es gar nicht in plastikfreier Form. Oder unsere Wickelfolie für Paletten: Sie besteht zwar schon aus weniger, aber immer noch nicht aus gar keinem Plastik. Also produzieren auch wir immer noch Plastikmüll. Aber seit dem Start unserer Reise zu einem plastikfreien Unternehmen ist das schon viel weniger geworden.
Aktuell über 34 TONNEN!

Was passiert aber nun mit unserem Plastikmüll? RECYCELN – eine schöne Vorstellung. Aber wird wirklich so viel recycelt, wie alle denken? Geht das überhaupt? Wir haben uns für Dich mal schlau gemacht und versucht den Weg des Abfalls zu verfolgen.

SORTIERANLAGEN: Der Inhalt aus der gelben Tonne oder dem gelben Sack wird als erstes nach der Art des Materials sortiert – Aluminium, Kunststoff, Weißblech und Verbundverpackungen. Die Verpackungen aus Kunststoff müssen danach nochmal nach ihrem jeweiligen Typ sortiert werden. Nur so ist es möglich, dass die Produkte recycelt werden. Denn bei Plastik gibt es viele unterschiedliche Sorten. Anschließend wird aber nur 16 bis 18 % des Materials zu Granulat verarbeitet. 50 % werden zum Recyceln exportiert. Dazu aber gleich mehr.

VERBRENNUNGSANLAGEN: Etwa 30 bis 35 % des Kunststoffmülls werden „thermisch verwertet“. Das heißt nur leider nichts anderes, als dass sie in Verbrennungsanlagen oder in Kraftwerken landen. Durch das Verbrennen wird CO2 ausgestoßen, Mikroplastik generiert und das ist absolut ungesund!
Es handelt sich oft um Mischkunststoffe, die aufgrund der unterschiedlichen Zusammensetzung gar nicht recycelt werden können. Das Recycling beginnt also schon mit der Herstellung des Plastiks. Je einheitlicher die Zusammensetzung, desto einfacher ist das spätere Recycling und desto weniger muss verbrannt werden.

PRODUKTHERSTELLER: Das Granulat, das aus tatsächlich recyceltem Plastik entsteht, kann im nächsten Schritt zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden. Nur leider wird aus einer Verpackung selten wieder eine neue Verpackung. Die aus recycelten Kunststoffen hergestellten Produkte sind meist schlechterer Qualität. Durch das sogenannte Downcycling wird nicht verhindert, dass neues Material für hochwertigere Produkte produziert werden muss. Zudem müssen Verpackungen für Lebensmittel immer neu produziert werden, da sie sonst laut der European Food Saftey Authority (EFSA) nicht die nötige Reinheit aufweisen.

Wir kommen nochmal zum EXPORT UNSERES MÜLLS. Der Grund, warum auch deutscher Müll an traumhaften Stränden landet und auch wir am Plastikwahnsinn schuld sind. Die Statistiken trügen. Seitdem China zum 01.01.2019 den Import von Altplastik gestoppt hat, versinken kleinere, asiatische Länder in der Plastikflut. Das Geschäft mit dem Import von Plastikverpackungen boomt. Doch das vermeintliche Recycling findet gar nicht statt. Länder wie z. B. Malaysia importieren gebrauchte Plastikverpackungen im großen Stil, um diese angeblich zu recyceln. Diverse Dokumentationen zeigen, dass viele Recyclingbetriebe gar nicht existieren bzw. nicht mehr funktionstüchtig sind. Die mit Müll gefüllten Container werden zwar vom Hafen abtransportiert, aber der Inhalt landet in der freien Natur anstatt in einer Fabrik. Die Folgen dieser Umweltverschmutzung sind verheerend. Länder, die im Plastikmüll ersticken, sehen lediglich die Entsorgung in Flüssen, im Meer oder stecken den Plastikmüll in der freien Natur in Brand. Eine Katastrophe für die Menschen, die dort leben, und natürlich für die Natur.

BIOVEGAN hat als Hersteller von Lebensmitteln den Entschluss gefasst, Verantwortung für die notwendigen Verpackungen zu übernehmen und sieht in logischer Konsequenz das Potenzial im Cradle-to-Cradle-Prinzip. Die Kompostierung als Entsorgungsmethode garantiert einen vollständigen Kreislauf.

Das Ergebnis ist die kontinuierliche Umstellung des gesamten Sortiments auf kompostierbare Verpackungen (bisher bereits ca. 80 %). Sie zersetzen sich nach ca. sechs bis neun Monaten auf dem Kompost zu CO2, Wasser und neuer Biomasse. Gekennzeichnet durch einen Keimling und der Aufschrift „Verpackung voll öko, voll kompostierbar“.
Achte auf dieses Logo, denn die Verpackung ist äußerlich meist nicht von herkömmlichem Plastik zu unterscheiden.

Auch die durchsichtigen Folien um manche BIOVEGAN Produkte sehen aus wie Plastik, sind aber keins! Diese Folien bestehen aus Cellulose, einem Abfallprodukt der Holzindustrie.

Ein Problem ist allerdings die industrielle Entsorgung. Die kompostierbaren Verpackungen benötigen zu lange, um sich mit dem normalen Biomüll in den Kompostieranlagen wieder zu Biomasse zu zersetzten. Die Rentabilität der Anlagen würde sinken, wenn die Zeiten verlängert werden. Kompostierbare Folien sind noch nicht weit verbreitet. Deshalb sieht die Industrie auch noch keinen Bedarf, sich um Entsorgungsmöglichkeiten von kompostierbaren Verpackungen zu kümmern. Hier muss endlich etwas getan werden, damit die kompostierbaren Verpackungen nicht im Restmüll landen und verbrannt werden. Alternativ bleibt bisher nur der heimische Kompost.

Aus den Augen, aus dem Sinn? Niemals!

Wir können alle konkret etwas unternehmen. Wir können die Nachfrage nach kompostierbaren Verpackungen steigern, indem wir im Laden genau danach greifen. Im Kampf gegen Plastik kannst Du außerdem auf Produkte in Pfandgläsern oder -flaschen zurückgreifen. Achte auf das Mehrweglogo auf der Verpackung. Viele Produkte kann man alternativ auch in Weißgläsern statt Plastikverpackungen kaufen. Nächste Woche beschäftigen wir uns noch genauer mit unserem Einkauf, den wir danach hoffentlich plastikfrei bewältigen können. Wenn wir alle etwas tun und jeder auch nur ein bisschen Plastik einspart, ist schon viel gewonnen. Denn gemeinsam sind wir stärker!

veganbiohearth

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