Kleidung

„Im Grunde habe ich meinen Kleiderschrank nur für Klamotten, die ich sowieso nie anziehe. Den Rest verteile ich im Zimmer.“

Wer kennt das nicht?! Wenn wir aber ernsthaft mal darüber nachdenken, kommt der Spruch der Realität häufig schon recht nah… Und da liegt das eigentliche Problem. Wir haben der Sache mal auf den Zahn gefühlt und das geht so:

Shoppiiiing! Auf geht’s in die Stadt, von einem Laden zum nächsten. Oder online, bequem von der Couch. Immer den neuesten Modetrends hinterher. Jeder Deutsche kauft im Durchschnitt fünf Kleidungsstücke pro Monat. Pro Jahr also fast 60 Stück. Aber: Ziehen wir das alles überhaupt an? Braucht man das wirklich alles? Wie viel Kleidung befindet sich in unserem Schrank? Ungetragen? Nur einmal angehabt? In der hintersten Ecke verschwunden? Da kommen wir zurück zu unserem Spruch: Denn jeder trägt nicht einmal die Hälfte seiner Klamotten regelmäßig – und das ist noch gut geschätzt. Warum haben wir dann alle soooo viel und wo liegt eigentlich das Problem?

Kleidung ist heute so preiswert wie nie zuvor. Ein Kleidungsstück benötigt nur noch ungefähr zwei Wochen, bis es im Handel landet. Super für die Ökonomie, dramatisch für die Ökologie. Und die soziale Nachhaltig-keit leidet ebenfalls. Unmenschliche Arbeitsbedingungen machten immer wieder Schlagzeile.

Mehr als eine Millionen Tonnen Kleidung landen jedes Jahr in der Altkleidersammlung.

Das Exportgeschäft nach Asien und Afrika wuchs immer weiter an. Doch in Zeiten der zunehmenden Verwendung von Polyester lässt sich immer weniger Ware exportieren. Grund dafür ist die mangelnde Qualität der Textilien. Im Gegensatz zur Baumwolle ist Polyester weniger formstabil. Es fusselt verstärkt und läuft schneller beim Waschen ein. All diese Faktoren machen den Besitzern von Altkleidersortieranlagen zu schaffen. Ein Viertel der Altkleider wird „recycelt“. Allerdings entstehen aus den bereits verwendeten Fasern keine neuen Kleider, sondern Putzschwämme, Malerteppiche oder andere nützliche Gebrauchsgüter, die nach dem Gebrauch aber dann im Müll landen. Es ist also eher nur eine Verschiebung des Problems. Auch beim Waschen der Kleidung Zuhause lösen sich bei jedem Waschgang tausende von Mikrofasern, die in den Meeren und Flüssen landen. Das gefährdet nicht nur die Umwelt, sondern auch die Tiere. Meereslebewesen und Wasservögel fressen die Fasern unbeabsichtigt, weil sie sie für Futter halten.

Wie konnte es überhaupt so weit kommen? Wie viele Klamotten sind genug? Kann ich auch ein teureres Produkt mit besserer, langlebigerer Qualität kaufen? Oder kann es auch ein gebrauchtes Kleidungsstück aus einem Second-Hand-Laden sein?

Viele dieser Fragen haben wir uns bei BIOVEGAN auch gestellt. Denn unsere Polyester-Kittel für die Produktion, die in der Vergangenheit von Mitarbeitern und Besuchern getragen wurden, wurden aus Gründen der minderen Qualität und dem Ziel „plastikfrei 2020“ aus unseren Bestelllisten gestrichen. Wir verwenden nun waschbare Kittel mit einem hohen Baumwollanteil. Diese sind langlebig und tragen damit zur Müllreduzierung in unserem Unternehmen bei. Ja, manchmal fragen wir uns, warum wir da eigentlich nicht früher schon drauf-gekommen sind.

Viele Fragen des Konsums sind laut dem Psychoanalytiker Jacques Lacan unserer schwer definierbaren Unersättlichkeit geschuldet. „Der Umstand, dass der Erwerb nicht satt macht, sondern nur den Appetit anregt“, macht es uns so schwer, uns zu disziplinieren. Doch warum auch? Wenn der Preis bei den großen Konzernen so niedrig ist? Eine Antwort bildet das bereits seit mehreren Jahren verbreitete Thema der niedrigen Arbeitslöhne. Hinzu kommen die katastrophalen Arbeitsbedingungen sowie Auswirkungen auf die Ökologie in der Region der Produktionsstätten. Als wären all diese gravierenden Folgen nicht schon genug, steigt die Zahl der Kleidungsstücke, die ungetragen vernichtet werden, immer weiter. Was also tun?

Hier ein paar Anregungen – wir freuen uns auch auf DEINE Ideen!

Bewusstsein steigern

Wöchentlich kommen neue Kleidungskollektionen zu Billigpreisen in den Laden. Aber die wahren Kosten, die dahinterstehen, macht sich kaum einer bewusst. Soziale und gesundheitliche Folgen der Ausbeutung, Umweltverschmutzung, die Folgen von Monokulturen – nichts davon wird in den Preisen einberechnet. Dokumentationen, wie bspw. „The True Cost – der Preis der Mode“ vom Regisseur Andrew Morgan, verschaffen einen Einblick in die Produktionsbedingungen. Verschließe nicht die Augen, informiere Dich.

Der erste Schritt kann zunächst einmal sein, Spontan- bzw. Impulskäufe zu vermeiden. Fahre nur in die Stadt, wenn Du wirklich etwas brauchst. Ohne bestimmten Wunsch shoppen zu gehen, zieht meistens ein stärkeres Konsumverhalten mit sich. Kleidung zu kaufen, ist nichts Verwerfliches. Kleidung, die nicht getragen wird, allerdings schon.

Second-Hand shoppen

Second-Hand-Shops existieren bereits in vielen deutschen Städten. Auch das Online-Angebot wächst. Viele Anbieter, wie bspw. maedchenflohmarkt.de, ermöglichen den bewussten Kauf von bereits Getragenem. Ziel davon ist, dass Kleidungsstücke einen weiteren Besitzer bekommen. Auch der Besuch auf Flohmärkten kann sich lohnen.

 

Tauschmärkte

Neben Second-Hand-Shops existieren auch viele Tauschpartys. Du kannst dort mit Deinen eigenen Klamotten Neue erwerben. Eine gute Möglichkeit, um Gleichwertiges für die eigene Kleidung zu bekommen. Du kannst auch selbst eine Tauschparty veranstalten, entweder nur mit Freunden oder im größeren Stil. Das macht Spaß und Du tust auch noch etwas Gutes. Hilfreiche Tipps findest Du zum Beispiel unter kleidertausch.de.

Nachhaltige Online-Shops

Verschiedene Anbieter präsentieren online Kleidung aus Bio-Baumwolle, welche sogar unter fairen Arbeitsbedingungen produziert wurde. So auch GREENALITY. In dem Onlineshop gibt es nur faire und nachhaltige Mode. Außerdem spendet GREENALITY mit jedem gekauften Teil, ganz egal ob online oder in einem der Stores, den Geldbetrag für eine Schulstunde an der Schule Amadar Patshala in Bangladesch. GREENALITY setzt sich übrigens aus den Worten “green” und “mentality” zusammen – spiegelt also genau die Intention des Unternehmens einer grünen Denkweise wider.

 

Auch bei dem Thema Kleidung ist wichtig und richtig: manchmal ist weniger mehr. Verschaffe Dir doch mal einen Überblick über Deine Kleidung. Trage Deine Kleidungsstücke länger. Achte darauf, nachhaltige Mode zu unterstützen. Kaufe nichts neues, welches Du nicht wirklich brauchst. OK, manchmal kann man einfach nicht anders und wird schwach… von 100 auf 0 ist nicht so leicht. Wichtig ist aber, dass DU Dich und Dein Umfeld für dieses Thema sensibilisiert. Frage doch mal Freunde oder Familie, wenn Du für einem besonderen Anlass Kleidung benötigst, ob sie dir etwas leihen. Oder verleihe selbst! Gemeinsam sind wir stärker!

veganbiohearth

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Auch wir von GREENALITY stehen für nachhaltige Entwicklung. Deshalb verlosen wir einen 50 € Gutschein auf das gesamte Sortiment in unserem Online Shop, in dem wir ausschließlich faire und nachhaltige Kleidung anbieten. Mitmachen lohnt sich!

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