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Ackergifte? Nein Danke!

Gemeinsam für eine giftfreie Landwirtschaft!

„Wir freuen uns sehr, bei dem Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft mitwirken zu dürfen.
Seit über 30 Jahren setzt sich unsere Familie und unser Unternehmen für eine ökologische

Landwirtschaft ein. Insbesondere die Entwicklung der letzten Jahre zeigt, dass nur ein Bündnis
von entschlossenen und aktiven Überzeugungstätern es schaffen kann, die mächtige Lobby
der Agrarkonzerne sowie der Chemiekonzerne zu stoppen. Mit netten Worten oder Diskussionen ist
es nicht getan. Wir möchten dazu beitragen, insbesondere die jungen, aktiven und streitlustigen
Menschen aufzuklären und sie dazu gewinnen, sich gemeinsam mit uns, Schulter an Schulter, für eine lebenswerte Zukunft einzusetzen. Das kostet zum einen Geld, aber vor allem müssen wir alle dazu bereit sein, extrem unbequem zu sein und auch Risiken einzugehen. Wir sind auf jeden Fall dabei!“

(Nicol Gärtner, Geschäftsführende Gesellschafterin der Biovegan GmbH)

Zum Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft haben sich Unternehmen zusammengeschlossen, die den Erhalt vitaler und in jeder Hinsicht nährender Lebensmittel in ihrer DNA tragen: Unternehmen, die – zum Teil seit den Anfängen der Umweltbewegung – Produkte herstellen und anbieten, die »100 % Bio« sind. Doch »100 % Bio« ist in Gefahr: Zahlreiche Ackergifte aus der sogenannten konventionellen Landwirtschaft verbreiten sich flächendeckend! Ein rückstandsfreier Bio-Anbau wird immer schwieriger. Bio-Bäuerinnen und -Bauern haften für Kontaminationen, die andere zu verantworten haben. Die Bodenfruchtbarkeit geht durch den Einsatz von Ackerchemie verloren. Die Artenvielfalt schwindet. Trinkwasser muss von Schadstoffen aus der Landwirtschaft gereinigt werden. Selbst die Luft zum Atmen ist mit Wirkstoffen aus Ackergiften belastet. Wir brauchen eine grundlegende Veränderung, um den Erhalt der Bodengesundheit, einer intakten Tier und Pflanzenwelt, sauberer Atemluft und die Versorgung der Menschen mit giftfreier Nahrung zu sichern.

»100 % Bio« ist möglich. Gesunde Böden und artenreiche Feldgemeinschaften sichern die Zukunft.

Das Bündnis für eine enkeltaugliche Landwirtschaft setzt sich für eine solche Landwende ein. Die Akteurinnen und Akteure wollen die Lebensgrundlagen der kommenden Generationen schützen, erhalten und – wo sie bereits beschädigt sind – wieder aufbauen. Dazu initiiert das Bündnis Forschung, informiert Politik und Zivilgesellschaft und sucht den Dialog mit den Menschen, die in allen an der Landwirtschaft beteiligten Wirtschaftszweigen Verantwortung tragen.

Wer wir sind und worum es in der Kampagne „Ackergifte? Nein Danke!“ geht

Wir sind Unternehmerinnen und Unternehmer, die für »100 % Bio« stehen. Einige von uns zählen zu den Gründermüttern und -vätern der Bio-Bewegung. Unsere Betriebe geben vielen tausend Menschen sinnvolle Arbeit, sichern die Existenz Tausender bäuerlicher Bio-Höfe und versorgen Millionen von ökologisch bewussten Bürgerinnen und Bürgern mit hochwertigen Bio-Produkten für ein gutes, gesundes Leben. Mitinitiatorinnen des Bündnisses sind die beiden zivilgesellschaftlichen Organisationen Landwende e. V., die die Kampagne »Ackergifte? Nein danke!« ins Leben gerufen hat, und die Schweisfurth Stiftung für eine nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft. Gemeinsam setzen wir uns für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ein.

Damit meinen wir eine bäuerliche Wirtschaftsweise, die

• sich als Landfürsorge versteht,
• den Lebensraum von Insekten, Vögeln und anderen Tieren in den Fluren und Feldgewässern sichert,
• Humus aufbaut,
• das Bodenleben fördert,
• den Eintrag von Giften in Boden, Trinkwasser, Atemluft und Lebensmitteln verhindert,
• die Pflanzenvielfalt vermehrt,
• Bio-Bäuerinnen und -Bauern auskömmlich leben lässt,
• von der globalen Agrarindustrie unabhängig ist und
• in einem breiten gesellschaftlichen Konsens wurzelt.

Warum hat sich das Bündnis gegründet?

Von Oktober 2015 bis Januar 2016 hat die Bürgerinitiative Landwende eine »Urinale« durchgeführt. Dabei haben insgesamt 2011 Bürgerinnen und Bürger aus Deutschland ihren Urin auf Glyphosat untersuchen lassen. Diese weltweit größte Datensammlung zur Glyphosatbelastung der Bevölkerung war vollständig privat finanziert worden. In 2001 von 2009 verwendbaren Proben war Glyphosat nachweisbar – das sind 99,6 Prozent. Lediglich 8 Proben – also 0,4 Prozent – lagen unter der Nachweisgrenze des angewendeten Testverfahrens. Bei 79 Prozent der Proben lag die Belastung fünf- bis zweiundvierzigfach höher als der Rückstandshöchstwert für Pestizide in Trinkwasser – dieser beträgt 0,1 Nanogramm pro Milliliter. Die Urinproben von Kindern und Jugendlichen wiesen die höchsten Messwerte auf. Rund die Hälfte der Teilnehmenden verzehrten vorwiegend Lebensmittel aus ökologischem Landbau. Doch ihre Glyphosatwerte lagen nur wenig niedriger als diejenigen von Menschen, die sich konventionell ernährten – gleich, ob sie auf dem Land oder in der Stadt lebten. Wie ist das möglich? Am Essen kann es nicht liegen, denn Bio-Produkte werden streng auf Rückstände kontrolliert. Kann es sein, dass sich Glyphosat – anders, als es die Industrie behauptet – auf dem Luftweg bis in die Städte hinein verbreitet?

Bäume lügen nicht...

Um diese Frage zu beantworten, untersuchte das Institut TIEM Integrierte Umweltüberwachung im Auftrag des Bündnisses im Jahr 2018 Baumrinde auf ihre Belastung durch Ackergifte. Unter den 47 Standorten in Deutschland waren Schutzgebiete, Bio-Anbauregionen und Innenstädte. In den Proben fanden sich über 100 Wirkstoffe, die über die Luft in die Rinde gelangt sein mussten; über ein Dutzend kamen sehr häufig vor. Die Wirkstoffe Pendimethalin und Prosulfocarb, die leicht verdunsten, gehören dazu. Doch auch Glyphosat, ein Feststoff, der sich laut Zulassungsbehörden nicht über die Luft verbreiten dürfte, ist unter den ersten fünf – ein neues und beunruhigendes Ergebnis!

Auch unsere Enkelkinder sollen noch Bio-Produkte aus Deutschland genießen können.

Deshalb muss der Bio-Anbau vor der Giftfracht aus der konventionellen Landwirtschaft geschützt werden – sonst gibt es die von der EU propagierte »Koexistenz der Anbauformen « nicht. Und darum fordern wir als ersten Schritt: Diejenigen Ackergifte, die sich weiträumig über die Luft verbreiten, allen voran Pendimethalin, Prosulfocarb und Glyphosat, dürfen nicht länger zugelassen werden.

Wie kann ich mitmachen?

Unterstützung und Mitwirkung ist in vielfältiger Form
möglich. Sie können:

• für die Forschungsvorhaben und Kommunikationsaufgaben spenden (gegen Spenden-bescheinigung),
• die Patenschaft für einen Forschungsstandort in Ihrer Nähe übernehmen,
• Infomaterial verteilen,
• einen Vortrag organisieren,
• eine Dialogveranstaltung mit Interessierten, der lokalen Politik und Verwaltung organisieren,
• an Aktionen und Kampagnen teilnehmen,
• Aktionen konzipieren und durchführen,
• bei der Verbreitung in sozialen Netzwerken helfen,
• während Aktionszeiträumen in teilnehmenden Bio-Läden einkaufen (Infos auf enkeltauglich.bio),
• als Privatperson oder Initiative in der Bürgerinitiative Landwende Mitglied werden und Ideen einbringen,
• als 100-%-Bio-Unternehmen Bündnispartner oder Förderpartner werden.

Privatpersonen und Initiativen wenden sich an:

Bürgerinitiative Landwende e. V.
Silke Hoffmann, Telefon: (03 83 74) 7 52 35
E-Mail: info@landwende.de
www.landwende.de
www.ackergifte-nein-danke.de
www.urinale.org

100-%-Bio-Unternehmen wenden sich an:

Schweisfurth Stiftung
Johanna Bär, Telefon: (0 89) 17 95 95 10
E-Mail: info@schweisfurth-stiftung.de

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